Mit der Jugendgruppe "Grenzgänger" aus Adelberg produzierten Schülerinnen und Schüler zusammen mit einem syrischen Geflüchteten einen Hip-Hop Song mit dazu passendem Musikvideo. Darüber hinaus wurde ein Friedenszug mit Kundgebung zum Thema „Peace for Syria" organisiert und durchgeführt. Mit dem Projekt, das von April bis Juli 2016 realisiert wurde, wollten die Jugendlichen dem zunehmenden Rechtsruck in der deutschen Gesellschaft entschieden entgegentreten.

Das Musikvideo, das sowohl deutsche als auch arabische Textelemente enthält (mit jeweiligem Untertitel), reflektiert die Kriegssituation in Syrien sowie das persönliche Leid und die allgemeine Not, die mit Flucht und Vertreibung einhergeht. Ebenfalls verarbeitet wurden Reaktionen von Teilen der deutschen Gesellschaft, wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus. Daraufhin formulierten die Jugendlichen klare gesellschaftliche Forderungen, die, von einem egalitären Menschenbild geleitet, zu mehr Frieden und Toleranz aufrufen.

Neben dem Musikvideo fand ein Friedenszug statt, der mehrere Hundert Menschen jeden Alters und verschiedener Herkunft und Nationalität mobilisierte, um den friedlichen Protest auf die Straße zu tragen.

Mit dem Projekt gelang es den Jugendlichen, einen allgemeinen Beitrag zur sogenannten „Flüchtlingsdebatte" zu leisten, indem sie ihre Position in den öffentlichen Diskurs einbrachten. Durch die verschiedenen Aktionen konnten Barrieren abgebaut sowie das allgemeine Miteinander und der Zusammenhalt vor Ort gefördert werden.